Die S&P-Futures notieren heute Morgen leicht im Plus, während die Märkte einen vorsichtigen Wochenauftakt erwarten. Anleger wägen nachlassende geopolitische Sorgen gegen ein potenziell schwierigeres Zinsumfeld ab. Berichte über Fortschritte in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben die Ölpreise sinken lassen und den Inflationsdruck etwas gemildert.
Die Rally an den europäischen Aktienmärkten dürfte am Freitag eine Pause einlegen, nachdem die kurzfristige Absage der in der Schweiz geplanten US‑Iran‑Gespräche die Risikostimmung belastete und die Ölpreise stützte. Die US-Börsen bleiben heute wegen des Juneteenth-Feiertags geschlossen.
Die Futures legten am Donnerstag leicht zu, da Anleger auf eine Erholung nach dem Ausverkauf der Vortage setzten. Die Federal Reserve hatte die Leitzinsen erwartungsgemäß unverändert gelassen, signalisierte jedoch, dass eine Zinserhöhung im weiteren Jahresverlauf weiterhin möglich sei. Diese Aussage schürte erneut Sorgen hinsichtlich der Inflation und der künftigen Geldpolitik.
Die US-Erzeugerpreise stiegen im Mai saisonbereinigt um 1,1% und lagen damit über den Erwartungen von 0,7%, nachdem sie im April ebenfalls um 1,1% zugelegt hatten. Das BLS meldete damit den zweiten Monat in Folge mit massivem Preisanstieg. Im Jahresvergleich schoss die Erzeugerpreisinflation auf 6,5% – über den Konsenserwartungen von 6,4% und der höchste Wert seit November 2022.