Die Aktienfutures sind heute Morgen deutlich gefallen. Die Märkte stehen unter Druck, da steigende Renditen von US-Staatsanleihen und stark steigende Ölpreise die KI-getriebene Rallye offenbar unterbrechen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte auf rund 4,54% und damit auf den höchsten Stand seit fast einem Jahr.
Die Aktienfutures notieren höher, beflügelt von neuem Optimismus hinsichtlich der Gespräche zwischen US-Präsident Trump und Präsident Xi Jinping. Die Märkte setzen ihre Erholung trotz erneuter Inflationsängste fort, da Anleger KI- und Halbleiteraktien weiterhin gegenüber breiteren makroökonomischen Bedenken bevorzugen.
Die Futures versuchen sich nach dem inflationsbedingten Rückgang am Dienstag zu stabilisieren, sehen sich jedoch mit zusätzlichem Gegenwind konfrontiert, da die Erzeugerpreisinflation im April höher als erwartet ausgefallen ist.
Die US-Erzeugerpreise explodierten im April saisonbereinigt um 1,4% und lagen damit dramatisch über den Erwartungen von 0,5%, nachdem sie im März um 0,7% zugelegt hatten. Das BLS meldete damit den stärksten monatlichen Anstieg seit März 2022. Im Jahresvergleich schoss die Erzeugerpreisinflation auf 6,0% – deutlich über den Konsenserwartungen von 4,9% und der höchste Wert seit Dezember 2022. Die März-Entwarnung war eine Illusion.