US Erzeugerpreise im Februar: Inflation erfasst alle Fronten
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Highlights
Erzeugerpreise steigen um 0,7% - deutlich über Erwartungen von 0,3%
Güterpreise explodieren um 1,1% - stärkster Anstieg seit August 2023
Dienstleistungen steigen um 0,5%, Kern-PPI zehnter Anstieg in Folge

Die US-Erzeugerpreise stiegen im Februar saisonbereinigt um 0,7% und lagen damit deutlich über den Erwartungen von 0,3%, nachdem sie im Januar um 0,5% zugelegt hatten. Das BLS meldete damit den stärksten Anstieg seit Monaten.
Im Jahresvergleich erreichte die Erzeugerpreisinflation 3,4% und lag ebenfalls deutlich über den Konsenserwartungen von 2,9%. Dies markiert den höchsten Jahreswert seit Februar 2025 und eine deutliche Beschleunigung gegenüber den 2,9% im Januar.

Güterpreise explodieren
Die Preise für Endnachfragegüter explodierten im Februar um 1,1% – der stärkste Anstieg seit August 2023. Nachdem Güter im Januar noch um 0,3% gefallen waren, kehrt sich der Trend fundamental um.
Besonders brutal: Frisches und getrocknetes Gemüse schoss um 48,9% nach oben und machte allein über 20% des gesamten Güterpreisanstiegs aus. Nahrungsmittel insgesamt verteuerten sich um 2,4% und trugen 40% zum Güteranstieg bei. Hühnereier, Tabakwaren und frisches Obst verteuerten sich ebenfalls kräftig.
Energie kehrt zurück: Nach dem Kollaps im Januar stiegen Energiepreise um 2,3%. Dieselkraftstoff explodierte um 13,9%, auch Benzin und Kerosin verteuerten sich deutlich. Lediglich Heizöl gab nach.
Kerngüter ohne Lebensmittel und Energie legten moderat um 0,3% zu.

Dienstleistungen bleiben hartnäckig
Der Dienstleistungssektor stieg im Februar um 0,5% – bereits der dritte Anstieg in Folge. Sonstige Dienstleistungen führten mit +0,6%, während Handelsmargen und Transport jeweils um 0,4% bzw. 0,5% zulegten.
Beherbergungsleistungen explodierten um 5,7% und machten rund 20% des Dienstleistungsanstiegs aus. Auch Lebensmittel- und Alkoholgroßhandel, Wertpapierhandel und Kraftstoffeinzelhandel verteuerten sich. Der Fernverkehr sowie stationäre Versorgung stiegen ebenfalls.
Demgegenüber brachen Einzelhandelsmargen für Bekleidung um 4,5% ein. Auch Glücksspieleinnahmen und Fluggastgebühren gaben nach.
Rohstoffmärkte in Aufruhr
Bei den Rohstoffen zeigten sich extreme Verwerfungen: Erdgas explodierte um 10,9%, Rohöl und Schlachtrinder verteuerten sich um 6,0%. Auch Schlachtschweine, Heu und Ölsaaten stiegen kräftig.
Im Kontrast dazu kollabierte Rohmilch um 9,1%. Auch Schlachtkühe und Gusseisenschrott gaben deutlich nach.

Kernindikator beschleunigt erneut
Der Kern-PPI ohne Lebensmittel, Energie und Handel beschleunigte sich auf 0,5% – bereits der zehnte Anstieg in Folge. Im Jahresvergleich liegt dieser wichtige Indikator bei 3,5%.
Fazit
Die Februar-Daten markieren eine gefährliche Eskalation: Die Inflation erfasst nun alle Fronten gleichzeitig. Güter explodierten mit +1,1% – dem stärksten Anstieg seit August 2023 – während Dienstleistungen hartnäckig um 0,5% stiegen.
Alarmierend: Der Kern-PPI steigt nun den zehnten Monat in Folge. Die Hoffnung auf eine isolierte, temporäre Dienstleistungsinflation hat sich zerschlagen – die Inflation ist breit und beschleunigt.
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