top of page

US-Inflation im Juli im Rahmen der Erwartungen, 3,4% YoY 0,1% MoM

  • vor 21 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Highlights

  • Inflation mit 3,4% YoY im Rahmen der Erwartungen

  • Kernrate sinkt auf 2,5% YoY

  • Shelter-Index erneut mit geringstem Anstieg seit Januar 2021


Federal Reserve


Die US-Inflation stiegen im Juli um 3,4% im Jahresvergleich und lagen damit im Rahmen der Markterwartungen. Der monatliche Anstieg belief sich auf 0,1%. Die Kernrate ohne Nahrungsmittel und Energie sank auf 2,5% YoY.


Der Index für alle Güter ohne Nahrungsmittel und Energie stieg im Juli um 0,2%, nachdem er im Juni unverändert geblieben war. Im Jahresvergleich betrug der Anstieg 2,5%, nach 2,6% im Juni. Der Wohnungsindex legte um 0,1% zu und trug damit zu etwa zwei Dritteln des monatlichen Gesamtanstiegs bei. Der Energieindex sank um 1,5%, der Nahrungsmittelindex stieg um 0,1%.


US Inflationsrate YoY
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Nahrungsmittel


Der Nahrungsmittelindex stieg im Jahresvergleich um 3,0%. Der Index für Lebensmittel für den Eigenbedarf legte in den zwölf Monaten bis Juli um 2,7% zu. Innerhalb dieser Kategorie verzeichnete der Index für Obst und Gemüse mit 5,1% den stärksten Anstieg. Alkoholfreie Getränke legten um 4,1% zu, Getreide und Backwaren um 2,7%, sonstige Lebensmittel um 2,5% und Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier um 1,9%. Milchprodukte sanken um 0,5%.


Der Index für Außer-Haus-Verpflegung stieg im Jahresvergleich um 3,4%. Mahlzeiten in Restaurants mit Bedienung verteuerten sich um 3,4%, Mahlzeiten mit eingeschränktem Service um 3,3%.


Im Monatsvergleich stieg der Nahrungsmittelindex um 0,1%. Lebensmittel für den Eigenbedarf sanken um 0,1%. Alkoholfreie Getränke stiegen um 0,9% und Getreide und Backwaren um 0,2%. Im Gegensatz dazu sanken Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier um 0,7% (Schweinefleisch -1,5%), Obst und Gemüse um 0,1% (Salat -16,4%) und Milchprodukte um 0,1%. Sonstige Lebensmittel blieben unverändert.


US Inflationsrate nach Kategorie MoM
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Energie


Der Energieindex stieg in den vergangenen zwölf Monaten um 14,7%. Benzin legte um 24,6% zu, Erdgas um 4,3% und Strom um 4,2%.


Im Juli sank der Energieindex um 1,5%, nach einem Rückgang von 5,7% im Juni. Benzin fiel um 2,9%. Ohne Saisonbereinigung sanken die Benzinpreise um 2,1%. Erdgas legte um 0,7% zu, Strom um 0,1%.


Energy und Benzinpreise
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Wohnen


Der Wohnungsindex stieg im Jahresvergleich um 3,2%. Im Juli legte der Index lediglich um 0,1% zu – wie bereits im Juni der geringste monatliche Anstieg seit Januar 2021. Der Index für die äquivalente Miete für Eigentümer sowie der Mietindex stiegen jeweils um 0,3%. Übernachtungen außerhalb des eigenen Hauses sanken um 2,8%.


Shelter MoM
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Kerninflation


Der Index für alle Güter ohne Nahrungsmittel und Energie stieg im Jahresvergleich um 2,5%. Neben dem Wohnungsindex verzeichneten weitere Kategorien deutliche Zuwächse: Flugpreise mit 25,5%, Freizeit mit 2,6%, Haushaltsausstattung und -betrieb mit 2,2% sowie medizinische Versorgung mit 1,7%.


Im Monatsvergleich stiegen medizinische Versorgung um 0,4%, Flugpreise um 2,2%, Kommunikation um 0,6%, Bildung um 0,5% und gebrauchte Pkw und Lkw um 0,4%. Freizeit legte um 0,2% zu. Im Gegensatz dazu sanken Kfz-Versicherungen um 0,3%. Körperpflege blieb unverändert.



Fazit


Die Juli-Daten bestätigen den Abwärtstrend. Die Kernrate sank auf 2,5% und der Shelter-Index verzeichnete erneut den geringsten Anstieg seit Januar 2021. Der Energieindex fiel den zweiten Monat in Folge – nach dem Schock im Frühjahr normalisieren sich die Benzinpreise zunehmend.


Die Inflation bleibt mit 3,4% im Jahresvergleich zwar noch deutlich über dem Fed-Ziel, die Richtung stimmt jedoch. Die Diskussion dürfte sich weiter in Richtung Zinssenkungen verschieben.


Wenn ihr Feedback oder Vorschläge habt, was ich mir ansehen sollte, schickt mir eine Nachricht an info@theanalyst.de oder @theanalystde auf X.

Kommentare


bottom of page