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US-Inflation im April heißer als erwartet, 3,8% YoY 0,6% MoM

  • vor 19 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Highlights

  • Inflation mit 3,8% YoY über den Erwartungen von 3,7%

  • Kernrate steigt auf 2,8% YoY – Anstieg von 2,6% im Vormonat

  • Energiepreise mit +17,9% YoY weiterhin Haupttreiber


US Kapitol


Die US-Inflation stieg im April um 3,8% im Jahresvergleich und lag damit über den Markterwartungen von 3,7%. Der monatliche Anstieg belief sich auf 0,6% und entsprach den Erwartungen. Die Kernrate ohne Nahrungsmittel und Energie stieg auf 2,8% YoY.


Der Index für alle Güter ohne Nahrungsmittel und Energie stieg im April um 0,4%. Im Jahresvergleich betrug der Anstieg 2,8%, nach 2,6% im März. Der Energieindex legte im April um 3,8% zu und trug zu über 40% des monatlichen Gesamtanstiegs bei. Der Wohnungsindex stieg um 0,6%, der Nahrungsmittelindex um 0,5%.


US Inflationsrate YoY
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Nahrungsmittel


Der Nahrungsmittelindex stieg im Jahresvergleich um 3,2%. Der Index für Lebensmittel für den Eigenbedarf legte in den zwölf Monaten bis April um 2,9% zu. Innerhalb dieser Kategorie verzeichnete der Index für Obst und Gemüse mit 6,1% den stärksten Anstieg. Alkoholfreie Getränke legten um 5,1% zu, Getreide und Backwaren um 2,6%, sonstige Lebensmittel um 2,5% und Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier um 1,5%. Milchprodukte sanken um 0,6%.


Der Index für Außer-Haus-Verpflegung stieg im Jahresvergleich um 3,6%. Mahlzeiten in Restaurants mit Bedienung verteuerten sich um 3,8%, Mahlzeiten in Schnellrestaurants um 3,2%.


Im Monatsvergleich stieg der Nahrungsmittelindex um 0,5%. Lebensmittel für den Eigenbedarf legten um 0,7% zu. Obst und Gemüse stiegen mit 1,8% am stärksten, gefolgt von Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier mit 1,3% (Rindfleisch allein +2,7%). Alkoholfreie Getränke legten um 1,1% zu, Milchprodukte um 0,8% und Getreide und Backwaren um 0,1%. Sonstige Lebensmittel für den Eigenbedarf sanken um 0,4%.


US Inflationsrate nach Kategorie MoM
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Energie


Der Energieindex stieg in den vergangenen zwölf Monaten um 17,9%. Benzin legte um 28,4% zu, Strom um 6,1% und Erdgas um 3,0%.


Im April stieg der Energieindex um 3,8%, nach einem Anstieg von 10,9% im März. Benzin legte im Monatsvergleich um 5,4% zu. Ohne Saisonbereinigung stiegen die Benzinpreise um 11,1%. Heizöl schoss um 5,8% nach oben, Strom um 2,1%. Erdgas sank um 0,1%.



Energy und Benzinpreise
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Wohnen


Der Wohnungsindex stieg im Jahresvergleich um 3,3% und bleibt damit eine der wesentlichen Triebkräfte der Gesamtinflation. Im April legte der Index um 0,6% zu – die stärkste monatliche Beschleunigung seit Monaten. Der Index für die äquivalente Miete für Eigentümer sowie der Mietindex stiegen jeweils um 0,5%. Übernachtungen außerhalb des eigenen Hauses verteuerten sich deutlich um 2,4%.


Shelter MoM
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Kerninflation


Der Index für alle Güter ohne Nahrungsmittel und Energie stieg im Jahresvergleich um 2,8%. Neben dem Wohnungsindex verzeichneten weitere Kategorien deutliche Zuwächse: Flugpreise mit 20,7%, Haushaltsausstattung und -betrieb mit 3,9%, medizinische Versorgung mit 2,5% sowie Freizeit mit 2,3%.


Im Monatsvergleich stiegen Flugpreise um 2,8%, Haushaltsausstattung und -betrieb um 0,7%, Körperpflege um 0,7% und Bekleidung um 0,6%. Bildung legte um 0,2% zu, Freizeit und Kfz-Versicherungen jeweils um 0,1%. Im Gegensatz dazu sanken Neuwagen und Kommunikation jeweils um 0,2%, medizinische Versorgung um 0,1%. Gebrauchte Pkw und Lkw blieben unverändert.



Fazit


Die April-Daten fielen heißer aus als erwartet. Der Anstieg der Kernrate von 2,6% auf 2,8% zeigt, dass sich die Energiepreisschocks zunehmend breiter übertragen. Die Wohnkosten beschleunigten sich auf 0,6% im Monatsvergleich – die stärkste Dynamik seit Monaten.


Für die Fed wird die Lage unbequem. Zinssenkungen rücken in weite Ferne.


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