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US-Inflation im Februar im Rahmen der Erwartungen, 2,4% YoY 0,3% MoM

  • vor 5 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit

Highlights

  • Inflation mit 2,4% YoY im Rahmen der Erwartungen

  • Monatlicher Anstieg bei 0,3% MoM – im Rahmen der Erwartungen

  • Mietindex mit geringstem Anstieg seit Januar 2021


Federal Reserve


Die US-Verbraucherpreise stiegen im Februar um 2,4% im Jahresvergleich und lagen damit im Rahmen der Markterwartungen. Der monatliche Anstieg belief sich auf 0,3%. Die Kernrate ohne Nahrungsmittel und Energie lag bei 2,5% YoY.


Der Index für alle Güter ohne Nahrungsmittel und Energie stieg im Februar um 0,2%. Im Jahresvergleich betrug der Anstieg 2,5%. Der Wohnungsindex legte im Februar um 0,2% zu und war der größte Faktor für den monatlichen Anstieg des Gesamtindex. Der Energieindex stieg im gleichen Zeitraum um 0,6%, der Nahrungsmittelindex um 0,4%.


US Inflationsrate YoY
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Nahrungsmittel


Der Nahrungsmittelindex stieg im Jahresvergleich um 3,1%. Der Index für Lebensmittel für den Eigenbedarf legte in den zwölf Monaten bis Februar um 2,4% zu. Innerhalb dieser Kategorie verzeichnete der Index für alkoholfreie Getränke mit 5,6% den stärksten Anstieg. Sonstige Lebensmittel für den Eigenbedarf legten um 3,3% zu, Obst und Gemüse sowie Getreide und Backwaren jeweils um 2,7%. Trotz eines dramatischen Rückgangs des Eierindex um 42,1% stieg der Index für Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier im Jahresvergleich um 0,4%. Milchprodukte legten um 0,1% zu.


Der Index für Außer-Haus-Verpflegung stieg im Jahresvergleich um 3,9%. Mahlzeiten in Restaurants mit Bedienung verteuerten sich um 4,6%, Mahlzeiten mit eingeschränktem Service um 3,2%.


Im Monatsvergleich stieg der Nahrungsmittelindex um 0,4%. Obst und Gemüse legten mit 1,4% am stärksten zu, gefolgt von sonstigen Lebensmitteln für den Eigenbedarf mit 0,8% und alkoholfreien Getränken mit 0,8%. Der Index für Süßigkeiten und Kaugummi explodierte um 3,7%. Im Gegensatz dazu sanken Milchprodukte um 0,6% und Getreide und Backwaren um 0,2%. Der Index für Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier blieb unverändert.


US Inflationsrate nach Kategorie MoM
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Energie


Der Energieindex stieg in den vergangenen zwölf Monaten um 0,5%. Der Erdgasindex legte um 10,9% zu, Strom um 4,8%. Benzin sank hingegen um 5,6%.


Im Februar stieg der Energieindex um 0,6%, nachdem er im Januar noch um 1,5% gefallen war. Erdgas legte um 3,1% zu, Benzin um 0,8%. Ohne Saisonbereinigung stiegen die Benzinpreise um 3,3%. Strom ging um 0,7% zurück.



Energy und Benzinpreise
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Wohnen


Der Wohnungsindex stieg im Jahresvergleich um 3,0% und bleibt damit eine der wesentlichen Triebkräfte der Gesamtinflation. Im Februar legte der Index um 0,2% zu. Der Index für die äquivalente Miete für Eigentümer stieg ebenfalls um 0,2%. Der Mietindex verzeichnete mit 0,1% den geringsten monatlichen Anstieg seit Januar 2021. Übernachtungen außerhalb des eigenen Hauses verteuerten sich um 1,0%.


Shelter MoM
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Kerninflation


Der Index für alle Güter ohne Nahrungsmittel und Energie stieg im Jahresvergleich um 2,5%. Neben dem Wohnungsindex verzeichneten weitere Kategorien deutliche Zuwächse: Körperpflege mit 4,5%, Haushaltsausstattung und -betrieb mit 3,9%, medizinische Versorgung mit 3,4% sowie Freizeit mit 2,3%.


Im Monatsvergleich stieg Bekleidung mit 1,3% am stärksten, gefolgt von Flugpreisen mit 1,4%. Medizinische Versorgung legte um 0,5% zu, Haushaltsausstattung und -betrieb um 0,3% und Bildung um 0,2%. Neufahrzeuge blieben unverändert. Im Gegensatz dazu sanken Kommunikation um 0,5%, gebrauchte Pkw und Lkw um 0,4%, Kfz-Versicherungen um 0,3% und Körperpflege um 0,2%.



Fazit


Die Februar-Inflationsdaten lagen im Rahmen der Erwartungen und zeigen eine stabile Entwicklung bei 2,4% im Jahresvergleich. Die Kernrate verharrte bei 2,5%, während der Mietindex mit 0,1% den geringsten monatlichen Anstieg seit Januar 2021 verzeichnete – ein positives Signal für die künftige Disinflation im Wohnungssektor.


Der Blick nach vorne ist jedoch durch den eskalierenden Nahostkonflikt geprägt. Goldman Sachs schätzt in einem aktuellen Report die Inflationsrisiken durch höhere Ölpreise als moderat ein. In ihrem Basisszenario (Ölpreise bei ~$80/bbl) würde die globale Inflation um 0,2 Prozentpunkte steigen, während die Kernrate kaum betroffen wäre (<0,1pp). Für die USA fallen die Effekte vergleichsweise gering aus.


Goldman Sachs Effect of sustained increase in Oil Prices

Im pessimistischeren Szenario mit Ölpreisen bei $100/bbl könnte die Headline-Inflation um 0,7pp steigen. Zusätzliche Risiken ergeben sich aus der Abschaltung von Qatars LNG-Produktion (19% der globalen LNG-Versorgung) und einer möglichen Destabilisierung der Inflationserwartungen, die in Zeiten erhöhter Inflation sensibler auf Energiepreisschocks reagieren.


Die Fed dürfte vorerst abwarten – die aktuellen Daten geben keinen Anlass zur Eile, während die geopolitischen Risiken eine vorsichtige Haltung rechtfertigen.


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