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US-Inflation im Januar sanfter als erwartet, 2,4% YoY 0,2% MoM

  • vor 15 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit

Highlights

  • Inflation mit 2,4% YoY unter den Erwartungen von 2,5%

  • Monatlicher Anstieg bei 0,2% MoM – unter Erwartungen von 0,3%

  • Energiepreise sinken im Monatsvergleich um 1,5%


Federal Reserve


Die US-Verbraucherpreise stiegen im Januar um 2,4% im Jahresvergleich und lagen damit unter den Markterwartungen von 2,5%. Der monatliche Anstieg belief sich auf 0,2%. Die Kernrate ohne Nahrungsmittel und Energie lag bei 2,5% YoY.


Der Index für alle Güter ohne Nahrungsmittel und Energie stieg im Januar um 0,3%. Im Jahresvergleich betrug der Anstieg 2,5%. Der Wohnungsindex legte im Januar um 0,2% zu und war der größte Faktor für den monatlichen Anstieg des Gesamtindex. Der Energieindex sank im gleichen Zeitraum um 1,5%, der Nahrungsmittelindex stieg um 0,2%.


US Inflationsrate YoY
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Nahrungsmittel


Der Nahrungsmittelindex stieg im Jahresvergleich um 2,9%. Der Index für Lebensmittel für den Eigenbedarf legte in den zwölf Monaten bis Januar um 2,1% zu. Innerhalb dieser Kategorie verzeichnete der Index für alkoholfreie Getränke mit 4,5% den stärksten Anstieg. Getreide und Backwaren legten um 3,1% zu, Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier um 2,2% und sonstige Lebensmittel für den Eigenbedarf um 2,1%. Obst und Gemüse stiegen um 0,8%, während Milchprodukte um 0,3% sanken.


Der Index für Außer-Haus-Verpflegung stieg im Jahresvergleich um 4,0%. Mahlzeiten in Restaurants mit Bedienung verteuerten sich um 4,7%, Mahlzeiten mit Selbstbedienung um 3,2%.


Im Monatsvergleich stieg der Nahrungsmittelindex um 0,2%. Getreide und Backwaren legten mit 1,2% am stärksten zu, gefolgt von Milchprodukten mit 0,8%. Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier stiegen um 0,2%, alkoholfreie Getränke und Obst und Gemüse jeweils um 0,1%. Sonstige Lebensmittel für den Eigenbedarf sanken um 0,3%.


US Inflationsrate nach Kategorie MoM
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Energie


Der Energieindex sank in den vergangenen zwölf Monaten um 0,1%. Der Benzinpreisindex fiel in diesem Zeitraum um 7,5%, während Strom um 6,3% und Erdgas um 9,8% zulegten.


Im Januar sank der Energieindex um 1,5%. Benzin ging im Monatsvergleich um 3,2% zurück. Ohne Saisonbereinigung sanken die Benzinpreise um 2,5%. Strom fiel um 0,1%, während Erdgas um 1,0% zulegte.



Energy und Benzinpreise
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Wohnen


Der Wohnungsindex stieg im Jahresvergleich um 3,0% und bleibt damit eine der wesentlichen Triebkräfte der Gesamtinflation. Im Januar legte der Index um 0,2% zu. Der Index für die äquivalente Miete für Eigentümer sowie der Mietindex stiegen ebenfalls um jeweils 0,2%. Übernachtungen außerhalb des eigenen Hauses sanken im Monatsvergleich um 0,1%.


Shelter MoM
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Kerninflation


Der Index für alle Güter ohne Nahrungsmittel und Energie stieg im Jahresvergleich um 2,5%. Neben dem Wohnungsindex verzeichneten weitere Kategorien deutliche Zuwächse: Haushaltsausstattung und -betrieb mit 3,9%, Körperpflege mit 5,4%, medizinische Versorgung mit 3,2% sowie Freizeit mit 2,5%.


Im Monatsvergleich stiegen Flugpreise mit 6,5% besonders stark. Körperpflege legte um 1,2% zu, Freizeit um 0,5%, Kommunikation um 0,5% und Bekleidung um 0,3%. Medizinische Versorgung stieg um 0,3%, Neuwagen um 0,1%. Im Gegensatz dazu sanken gebrauchte Pkw und Lkw um 1,8%, Kfz-Versicherungen um 0,4% und Haushaltsausstattung und -betrieb um 0,1%.



Fazit


Die Januar-Inflationsdaten überraschten positiv – sowohl die Headline-Rate mit 2,4% als auch der monatliche Anstieg von 0,2% lagen unter den Markterwartungen. Die fortgesetzte Disinflation gibt der Fed weiteren Spielraum, auch wenn der Kurs vorerst unverändert bleiben dürfte.


CME FedWatch Tool

Der CME FedWatch zeigt für die März-Sitzung eine Wahrscheinlichkeit von 90,3% für eine Zinspause bei 3,25–3,50%. Erst für Juni 2026 preist der Markt mit 51,1% eine erste Zinssenkung ein. Die Fed dürfte angesichts der anhaltenden Unsicherheiten rund um Zölle und Handelspolitik keine Eile haben – und die heutigen Daten geben ihr keinen unmittelbaren Grund, von diesem Kurs abzuweichen.


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