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US-Inflation im Dezember im Rahmen der Erwartungen, 2,7% YoY 0,3% MoM

  • 13. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 6 Tagen

Highlights

  • Inflation mit 2,7% YoY im Rahmen der Erwartungen

  • Monatlicher Anstieg bei 0,3% MoM

  • Kernrate auf niedrigstem Stand seit März 2021


Federal Reserve


Die US-Verbraucherpreise stiegen im Dezember um 2,7% im Jahresvergleich und lagen damit im Rahmen der Markterwartungen. Der monatliche Anstieg belief sich auf 0,3%. Die Kernrate ohne Nahrungsmittel und Energie lag bei 2,6% YoY.


Der Index für alle Güter ohne Nahrungsmittel und Energie stieg im Dezember um 0,2 Prozent. Im Jahresvergleich betrug der Anstieg 2,6%. Von November bis Dezember legte der Wohnungsindex um 0,4% zu. Der Energieindex stieg im gleichen Zeitraum um 0,3%, der Nahrungsmittelindex um 0,7%.


US Inflationsrate YoY
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Nahrungsmittel


Der Nahrungsmittelindex stieg im Jahresvergleich um 3,1%. Der Index für Lebensmittel für den Eigenbedarf legte in den zwölf Monaten bis Dezember um 2,4% zu. Innerhalb dieser Kategorie verzeichnete der Index für Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier mit 3,9% einen deutlichen Anstieg. Der Index für alkoholfreie Getränke legte um 5,1% zu, sonstige Lebensmittel für den Eigenbedarf um 2,7%. Der Index für Getreide und Backwaren stieg um 1,5%, Obst und Gemüse um 0,5%. Der Index für Milchprodukte sank im gleichen Zeitraum um 0,9%.


Der Index für Außer-Haus-Verpflegung stieg im Jahresvergleich um 4,1%. Mahlzeiten in Restaurants mit Bedienung verteuerten sich um 4,9%, Mahlzeiten mit eingeschränkter Bedienung um 3,3%.


Im Monatsvergleich stieg der Nahrungsmittelindex um 0,7%. Sonstige Lebensmittel für den Eigenbedarf legten um 1,6% zu, Milchprodukte um 0,9% und Getreide und Backwaren um 0,6%. Der Index für Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier sank um 0,2%, wobei Eier allein um 8,2% einbrachen.


US Inflationsrate nach Kategorie MoM
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Energie


Der Energieindex stieg in den vergangenen zwölf Monaten um 2,3%. Der Erdgasindex legte um 10,8% zu, Strom um 6,7%. Benzin sank hingegen um 3,4%.


Im Dezember stieg der Energieindex um 0,3%. Erdgas legte um 4,4% zu, Benzin sank um 0,5%. Ohne Saisonbereinigung sanken die Benzinpreise um 5,3%. Strom ging um 0,1% zurück.



Energy und Benzinpreise
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Kerninflation


Der Index für alle Güter ohne Nahrungsmittel und Energie stieg im Jahresvergleich um 2,6%. Neben dem Wohnungsindex verzeichneten weitere Kategorien deutliche Zuwächse: Haushaltsausstattung und -betrieb mit 4,0%, Körperpflege mit 3,7%, medizinische Versorgung mit 3,2% sowie Freizeit mit 3,0%.


Im Monatsvergleich stieg der Freizeitindex um 1,2% – der größte jemals verzeichnete Monatsanstieg seit Indexbeginn 1993. Flugpreise explodierten um 5,2%. Bekleidung legte um 0,6% zu, medizinische Versorgung um 0,4% und Körperpflege um 0,4%. Im Gegensatz dazu sank der Kommunikationsindex um 1,9%, gebrauchte Pkw und Lkw um 1,1% und Haushaltsausstattung und -betrieb um 0,5%.


Shelter MoM
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Wohnen


Der Wohnungsindex stieg im Jahresvergleich um 3,2% und bleibt damit eine der wesentlichen Triebkräfte der Gesamtinflation. Von November bis Dezember legte der Index um 0,4% zu. Der Index für die äquivalente Miete für Eigentümer stieg um 0,3%, ebenso der Mietindex. Übernachtungen außerhalb des eigenen Hauses verteuerten sich um 2,9%.



Fazit


Die Dezember-Inflationszahlen lagen im Rahmen der Erwartungen. Viele hatten mit einem stärkeren Anstieg gerechnet, da die Verzerrungen durch den Regierungsstillstand im November – die saisonale Preisnachlässe verstärkt hatten – nun behoben werden sollten.


CPI Dezember

Die Kernrate erreichte mit 2,6% den niedrigsten Stand seit März 2021. Die Inflation befindet sich damit nahe eines Fünfjahrestiefs. Die hohe Inflation durch Zölle, die vielfach prognostiziert wurde, blieb bisher aus.


Die Fed hatte bereits bei ihrer Dezember-Sitzung deutlich gemacht, dass sie die Zinssenkungen vorerst aussetzt, um die durch den Regierungsstillstand verursachten Verwerfungen abzuwarten. Angesichts jüngster Versuche, die Zinsentscheidungen zu beeinflussen, dürfte sie diese Entschlossenheit bekräftigen.


Eine Ausnahme könnte Mitglied Miran darstellen, der Ende des Monats ins Weiße Haus zurückkehrt – er hat sich stets für aggressivere Zinssenkungen um jeweils einen halben Prozentpunkt eingesetzt.


Wenn ihr Feedback oder Vorschläge habt, was ich mir ansehen sollte, schickt mir eine Nachricht an info@theanalyst.de oder @theanalystde auf X.

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