US-Inflation im Mai im Rahmen der Erwartungen, 4,2% YoY 0,5% MoM
- vor 8 Minuten
- 3 Min. Lesezeit
Highlights
Inflation mit 4,2% YoY im Rahmen der Erwartungen
Energiepreise mit +23,5% YoY und Benzin mit +40,5% YoY weiter dominant
Kernrate steigt auf 2,9% YoY

Die US-Inflation stieg im Mai um 4,2% im Jahresvergleich und lag damit im Rahmen der Markterwartungen. Der monatliche Anstieg belief sich auf 0,5%. Die Kernrate ohne Nahrungsmittel und Energie stieg auf 2,9% YoY.
Der Index für alle Güter ohne Nahrungsmittel und Energie stieg im Mai um 0,2%. Im Jahresvergleich betrug der Anstieg 2,9%, nach 2,8% im April. Der Energieindex legte im Mai um 3,9% zu und war für mehr als 60% des monatlichen Gesamtanstiegs verantwortlich. Der Wohnungsindex stieg um 0,3%, der Nahrungsmittelindex um 0,2%.

Nahrungsmittel
Der Nahrungsmittelindex stieg im Jahresvergleich um 3,1%. Der Index für Lebensmittel für den Eigenbedarf legte in den zwölf Monaten bis Mai um 2,7% zu. Innerhalb dieser Kategorie verzeichnete der Index für Obst und Gemüse mit 6,1% den stärksten Anstieg. Alkoholfreie Getränke legten um 5,8% zu, sonstige Lebensmittel um 2,0%, Getreide und Backwaren um 1,9% und Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier um 1,8%. Milchprodukte sanken um 1,0%.
Der Index für Außer-Haus-Verpflegung stieg im Jahresvergleich um 3,5%. Mahlzeiten in Restaurants mit Bedienung verteuerten sich um 3,8%, Mahlzeiten mit eingeschränktem Service um 3,3%.
Im Monatsvergleich stieg der Nahrungsmittelindex um 0,2%. Lebensmittel für den Eigenbedarf legten um 0,1% zu. Alkoholfreie Getränke stiegen um 0,6%, Getreide und Backwaren um 0,4% und Obst und Gemüse um 0,2%. Im Gegensatz dazu sanken Milchprodukte um 0,6% und Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier um 0,2%. Sonstige Lebensmittel blieben unverändert.

Energie
Der Energieindex stieg in den vergangenen zwölf Monaten um 23,5%. Benzin legte um 40,5% zu, Strom um 5,9% und Erdgas um 3,0%.
Im Mai stieg der Energieindex um 3,9%, nach 3,8% im April. Benzin legte um 7,0% zu. Ohne Saisonbereinigung stiegen die Benzinpreise um 8,6%. Strom stieg um 0,6%, während Erdgas um 0,5% sank.

Wohnen
Der Wohnungsindex stieg im Jahresvergleich um 3,4% und bleibt damit eine der wesentlichen Triebkräfte der Gesamtinflation. Im Mai legte der Index um 0,3% zu – eine Beruhigung gegenüber dem April (+0,6%). Der Index für die äquivalente Miete für Eigentümer stieg um 0,3%, der Mietindex um 0,4%. Übernachtungen außerhalb des eigenen Hauses verteuerten sich um 0,4%.

Kerninflation
Der Index für alle Güter ohne Nahrungsmittel und Energie stieg im Jahresvergleich um 2,9%. Neben dem Wohnungsindex verzeichneten weitere Kategorien deutliche Zuwächse: Bekleidung mit 4,8%, Haushaltsausstattung und -betrieb mit 3,0%, medizinische Versorgung und Freizeit jeweils mit 2,6%.
Im Monatsvergleich stiegen Flugpreise um 2,7%, Kommunikation um 1,3%, Körperpflege um 1,0% und Freizeit um 0,3%. Bekleidung und medizinische Versorgung legten jeweils um 0,3% zu, gebrauchte Pkw und Lkw um 0,1%. Im Gegensatz dazu sanken Kfz-Versicherungen um 1,7%, Haushaltsausstattung und -betrieb um 0,6% und Neuwagen um 0,3%.
Fazit
Die Mai-Inflationsdaten lagen im Rahmen der Erwartungen. Energie bleibt mit +23,5% im Jahresvergleich und Benzin mit +40,5% der dominierende Faktor. Die Kernrate stieg weiter auf 2,9% – die Übertragungseffekte der Energiepreise auf die breite Inflationsdynamik setzen sich fort.
Der CPI ist im Jahresvergleich um 4,2% gestiegen. Auch wenn sich die Inflation als hartnäckig erweisen dürfte, hat sie ihren Höchststand wahrscheinlich gerade erreicht – sofern die Lage im Nahen Osten nicht erneut eskaliert. Positiv: Die Wohnkosten beruhigten sich im Monatsvergleich von 0,6% auf 0,3%.
Für die Fed bleibt die Lage schwierig – Zinssenkungen sind bei einer Headline-Inflation von über 4% nicht zu rechtfertigen.
Wenn ihr Feedback oder Vorschläge habt, was ich mir ansehen sollte, schickt mir eine Nachricht an info@theanalyst.de oder @theanalystde auf X.



Kommentare