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US-Inflation im August im Rahmen der Erwartungen, 3,4% YoY 0,4% MoM

vor 2 Tagen
3 Min. Lesezeit

Highlights

  • Inflation mit 3,4% YoY im Rahmen der Erwartungen

  • Kernrate sinkt auf 2,4% YoY

  • Benzinpreise steigen um 3,9% MoM – Energieindex dreht wieder ins Plus


Federal Reserve


Die US-Inflation stieg im August um 3,4% im Jahresvergleich und lag damit im Rahmen der Markterwartungen. Der monatliche Anstieg belief sich auf 0,4%. Die Kernrate ohne Nahrungsmittel und Energie sank auf 2,4% YoY.


Der Index für alle Güter ohne Nahrungsmittel und Energie stieg im August um 0,3%. Im Jahresvergleich betrug der Anstieg 2,4%, nach 2,5% im Juli. Der Benzinindex legte um 3,9% zu und trug zu mehr als einem Drittel des monatlichen Gesamtanstiegs bei. Der Wohnungsindex stieg um 0,3%, der Nahrungsmittelindex um 0,1%.


US Inflationsrate YoY
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Nahrungsmittel


Der Nahrungsmittelindex stieg im Jahresvergleich um 2,7%. Der Index für Lebensmittel für den Eigenbedarf legte in den zwölf Monaten bis August um 2,2% zu. Innerhalb dieser Kategorie verzeichnete der Index für alkoholfreie Getränke mit 3,7% den stärksten Anstieg. Obst und Gemüse legten um 3,2% zu, Getreide und Backwaren um 2,6%, sonstige Lebensmittel um 2,4% und Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier um 1,1%. Milchprodukte sanken um 0,3%.


Der Index für Außer-Haus-Verpflegung stieg im Jahresvergleich um 3,4%. Mahlzeiten in Restaurants mit Bedienung verteuerten sich um 3,5%, Mahlzeiten mit eingeschränktem Service um 3,2%.


Im Monatsvergleich stieg der Nahrungsmittelindex um 0,1%. Lebensmittel für den Eigenbedarf blieben unverändert. Milchprodukte stiegen um 0,3%, alkoholfreie Getränke um 0,2% und Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier um 0,1% (Eier +2,9%). Sonstige Lebensmittel legten um 0,1% zu. Getreide und Backwaren blieben unverändert. Im Gegensatz dazu sanken Obst und Gemüse um 0,4% – der dritte Rückgang in Folge. Salat setzte seinen Abwärtstrend fort mit -6,2%, nach -16,4% im Juli.


US Inflationsrate nach Kategorie MoM
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Energie


Der Energieindex stieg in den vergangenen zwölf Monaten um 16,3%. Benzin legte um 27,4% zu, Erdgas um 4,4% und Strom um 3,8%.


Im August stieg der Energieindex um 2,1%, nachdem er im Juli um 1,5% gefallen war. Benzin legte um 3,9% zu. Ohne Saisonbereinigung stiegen die Benzinpreise um 2,5%. Erdgas sank um 1,1%, Strom um 0,2%.


Energy und Benzinpreise
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Wohnen


Der Wohnungsindex stieg im Jahresvergleich um 3,0%. Im August legte der Index um 0,3% zu, nach nur 0,1% im Juli. Der Index für die äquivalente Miete für Eigentümer sowie der Mietindex stiegen jeweils um 0,2%. Übernachtungen außerhalb des eigenen Hauses verteuerten sich um 2,4%, nachdem sie im Juli um 2,8% gefallen waren.


Shelter MoM
Quelle: Bureau of Labor Statistics

Kerninflation


Der Index für alle Güter ohne Nahrungsmittel und Energie stieg im Jahresvergleich um 2,4%. Neben dem Wohnungsindex verzeichneten weitere Kategorien deutliche Zuwächse: Flugpreise mit 23,4%, Körperpflege mit 3,8%, Freizeit mit 2,7% sowie medizinische Versorgung mit 1,6%.


Im Monatsvergleich stiegen Flugpreise um 2,7%, Kommunikation um 2,3%, Bildung um 0,8% und gebrauchte Pkw und Lkw um 0,4%. Neuwagen legten um 0,3% zu. Im Gegensatz dazu sanken Kfz-Versicherungen um 0,8% und medizinische Versorgung um 0,2%. Bekleidung und Freizeit blieben unverändert.



Fazit


Die August-Daten lagen im Rahmen der Erwartungen. Während die Headline-Inflation mit 3,4% stabil blieb, sank die Kernrate weiter auf 2,4%. Laut CME FedWatch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bei der Sitzung nächste Woche bei 85,6%.


Der Supercore-CPI stieg im August um 0,51% MoM (YoY: 3,02%) und ließ die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung kurzzeitig auf nahezu 100% springen. Mehr als die Hälfte des Supercore-Anstiegs entfiel allein auf Mobilfunkdienste. Auch beim Kern-CPI trugen nur zwei Kategorien – Mobilfunk und Übernachtungen – fast die Hälfte des Anstiegs bei. Beim Gesamtindex machte Energie allein knapp 40% des monatlichen Anstiegs aus.


Die Inflation konzentrierte sich also auf wenige volatile Kategorien. Das deutet eher auf monatliche Schwankungen hin als auf eine breit angelegte Wiederbelebung der Inflation. Die Zusammensetzung wird entscheidend sein, wenn die Fed nächste Woche über die Zinsen entscheidet.


SPY

$SPXA50R

Während der SPY mit der 50-Tage-Linie kämpft, befinden sich bereits rund 63,4% seiner Komponenten darunter. Letztendlich liegt es in der kommenden Woche an Warsh, auf welcher Seite er steht – Erhöhung oder nicht. Bei einem weiteren Abverkauf könnte man einen Dip des $SPXA50R in den 20er-Bereich als Rebound spielen.


Wenn ihr Feedback oder Vorschläge habt, was ich mir ansehen sollte, schickt mir eine Nachricht an info@theanalyst.de oder @theanalystde auf X.

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