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Quick Value #13 - Rocket Lab [RKLB]

  • vor 13 Stunden
  • 5 Min. Lesezeit

Profiteur des SpaceX-IPO-Hypes


Rocket Lab

Rocket Lab | Kursziel: $85,11 (+17,7% Upside)

Rocket Lab ist der einzige börsennotierte Pure-Play-Konkurrent von SpaceX im Raketenstart-Geschäft. Das Unternehmen betreibt die Electron-Rakete (54+ erfolgreiche Starts) und entwickelt mit Neutron eine wiederverwendbare Mittelklasse-Rakete für den wachsenden Konstellationsmarkt.


Hauptkatalysator: SpaceX plant für Mitte 2026 den größten Börsengang aller Zeiten mit einer Bewertung von ca. $1,25 Billionen. Als einzige handelbare Alternative dürfte Rocket Lab erheblich vom entstehenden Space-IPO-Hype profitieren.


Hauptrisiko: Die aktuelle Bewertung von ~49x NTM EV/Revenue preist bereits erhebliches Wachstum ein. Verzögerungen beim Neutron-Raketenstart oder nachlassende Space-Euphorie könnten zu deutlichen Kursrückgängen führen.



Investmentthese


Die Aktie von Rocket Lab ist aus folgenden Gründen interessant:


  • SpaceX-IPO im Juni 2026 als Katalysator für den gesamten Space-Sektor

  • Einziger börsennotierter Pure-Play im orbital launch-Markt

  • Wachsende Bedeutung der Space Economy

  • Herausragendes Management

  • Tiefe vertikale Integration von Launch bis Space Systems

  • Aktuelle Bewertung von 49x NTM EV/Revenue


Ich halte die Aktie von Rocket Lab für ein interessantes Investment mit einem Kursziel von $85,11 in den nächsten 18 Monaten.



Kapitalstruktur


Rocket Lab besitzt eine Marktkapitalisierung von $38,6 Milliarden und einen Unternehmenswert von $38,2 Milliarden.


Rocket Lab Kapitalstruktur


Geschäftsmodell


Rocket Lab ist ein integriertes Raumfahrtunternehmen mit zwei Hauptsegmenten: Launch Services und Space Systems. Das Unternehmen bietet zuverlässige Kleinsat-Starts mit der Electron-Rakete (54+ erfolgreiche Missionen, weltweit zweitmeist gestartete Rakete 2024), eigene Satellitenentwicklung und -fertigung sowie vollständiges On-Orbit-Management.


Die Technologiebasis umfasst proprietäre Lösungen wie 3D-gedruckte Rutherford-Triebwerke mit elektrischen Pumpen, Kohlefaser-Verbundstrukturen und private Hochfrequenz-Startanlagen in Neuseeland und den USA. Aktuell entwickelt das Unternehmen die wiederverwendbare Neutron-Rakete für den Mittelklasse-Markt (bis 15.000 kg Nutzlast), um die wachsende Nachfrage nach Mega-Konstellationen und Sicherheitsmissionen zu bedienen.



Produkte


Rocket Lab Neutron

Launch Services

Die Electron ist die bewährteste kleine Orbitalrakete mit 56 erfolgreichen Missionen und über 200 ausgesetzten Satelliten. Sie verfügt über Branchen-Premieren wie 3D-gedruckte elektrisch gepumpte Rutherford-Triebwerke und Kohlefaser-Tanks. Starts erfolgen vom privaten Hochfrequenz-Standort in Neuseeland (bis 120 Starts/Jahr möglich) und dedizierten Rampen in Virginia.


Space Systems

Das Space Systems-Segment liefert End-to-End-Lösungen – von Hochvolumen-Komponenten (Solarzellen, Reaktionsräder, Sternsensoren, Trennsysteme, Funkgeräte, Batterien) bis zu schlüsselfertigen Satelliten und Missionsbetrieb. Die vielseitige Photon-Plattform kann als Kick-Stage der Electron dienen, auf anderen Raketen fliegen oder dedizierte LEO-bis-interplanetare Missionen antreiben (inkl. NASAs CAPSTONE Mond-Pathfinder).


Neutron (in Entwicklung)

Die wiederverwendbare Mittelklasse-Rakete Neutron (bis 15.000 kg LEO-Nutzlast) soll den lukrativen Markt für Mega-Konstellationen, interplanetare Missionen und potenziell bemannte Raumfahrt adressieren. Der erste Start ist für Mitte 2026 geplant.



Integration, Lieferanten und Fertigung


Vertikale Integration

Rocket Lab ist eines der am stärksten vertikal integrierten Raumfahrtunternehmen weltweit. Das Unternehmen entwickelt und fertigt die meisten Subsysteme für Raketen und Satelliten selbst – von Triebwerken über Avionik bis zu Solarzellen – und verkauft Komponenten zusätzlich am freien Markt.


Globaler Fertigungs-Footprint

Die Produktion verteilt sich auf spezialisierte Standorte: Antrieb und Avionik in Long Beach (Kalifornien), Verbundwerkstoffe, Batterien und Endmontage in Auckland (Neuseeland), Solarzellen-Produktion in Albuquerque (New Mexico). Startanlagen betreibt Rocket Lab in Mahia (Neuseeland) mit zwei Rampen für bis zu 120 Starts pro Jahr sowie am NASA Wallops Flight Facility in Virginia (LC-2 operativ, LC-3 im Bau).


Lieferkette und Risikomanagement

Das Unternehmen unterhält ein globales Lieferantennetzwerk und setzt wo möglich auf Multiple-Sourcing. Für kritische Komponenten mit langen Vorlaufzeiten oder Einzellieferanten werden Pufferbestände gehalten. Die NASA Category-1-Zertifizierung unterstreicht die hohen Qualitätsstandards in Fertigung und Prozesskontrolle.



Wettbewerb


Rocket Lab konkurriert mit etablierten und aufstrebenden Startanbietern (SpaceX, ULA, Firefly, Blue Origin, Arianespace), Satellitenherstellern (Airbus, Lockheed, Boeing, Maxar) und Komponentenlieferanten (Ball, Redwire, Beyond Gravity).


Private Space Competitive Landscape
Cantor Fitzgerald - Private Space Competitive Landscape

Rocket Labs Wettbewerbsvorteile umfassen: First-Mover-Vorteil mit bewährter Flughistorie, proprietäre Technologien (3D-Druck, Kohlefaser), tiefe vertikale Integration, eigene Startanlagen ohne Scheduling-Einschränkungen, und ein komplettes End-to-End-Raumfahrtangebot.



These


SpaceX

SpaceX-IPO als Katalysator

SpaceX hat kürzlich die Übernahme von xAI abgeschlossen und plant nun einen Börsengang für Mitte 2026 (voraussichtlich Juni) mit einer anvisierten Bewertung von ca. $1,25 Billionen. Dies wäre der größte IPO aller Zeiten und würde das kombinierte SpaceX/xAI-Unternehmen in die Top 10 der wertvollsten börsennotierten Unternehmen katapultieren.


Als einziger börsennotierter Pure-Play im orbital launch-Markt dürfte Rocket Lab erheblich vom entstehenden Space-IPO-Hype profitieren.


Wachsende Space Economy

Die Space Economy umfasst einen Markt von rund $613 Milliarden (Stand 2024), der zu 78% kommerziell und zu 22% staatlich getrieben wird. 80% des Startvolumens entfallen auf kommerzielle Konstellationen. Der Markt wächst mit etwa 15% p.a. bis Mitte der 2030er Jahre, angetrieben durch sinkende Kosten für kleine Satelliten, VC-Finanzierungen und steigende Nachfrage aus Sektoren wie Telekom, Landwirtschaft und Verteidigung.


Neutron als Wachstumstreiber

Der geplante Erststart der Neutron-Rakete Mitte 2026 könnte Rocket Lab in den lukrativen Mittelklasse-Markt bringen und den addressierbaren Markt deutlich erweitern. Bei Erfolg würde Neutron die Umsatzbasis erheblich steigern und die Margen durch Wiederverwendbarkeit verbessern.



Bewertung und Kursziel


Profiteur des SpaceX-IPO-Hypes


  • Rocket Lab wird aktuell mit 49x NTM EV/Revenue gehandelt

  • Mein 18 Monats Kursziel liegt bei $85,11 pro Aktie.

  • Ich verwende für meine Bewertung ein 36x EV/Revenue Multiple auf die geschätzten GJ27-Umsätze von ca. $1,26 Mrd. Daraus ergibt sich ein Unternehmenswert von $45 Mrd. und eine Marktkapitalisierung von ca. $45,5 Mrd.


Rocket Lab Bewertung



Katalysatoren


Mehrere Faktoren könnten die Aktie mittelfristig nach oben treiben:


  1. SpaceX-IPO (Juni 2026): Der größte IPO aller Zeiten dürfte massive Aufmerksamkeit auf den Space-Sektor lenken und Rocket Lab als einzige börsennotierte Alternative profitieren lassen.


  2. Neutron-Erststart: Ein erfolgreicher erster Start der Neutron-Rakete Mitte 2026 würde Rocket Labs Kompetenz im Mittelklasse-Segment validieren und den addressierbaren Markt erweitern.


  3. Weitere Großaufträge: Der kürzlich gewonnene $816 Mio. SDA-Vertrag zeigt Rocket Labs Fähigkeit, nationale Sicherheitsaufträge zu gewinnen. Weitere Vertragsgewinne würden den Backlog erhöhen.


  4. Space Systems-Wachstum: Das Space Systems-Segment wächst mit über 30% p.a. und bietet höhere Margen als das Launch-Geschäft.



Risiken


Die Investment-Story ist nicht ohne Haken:


  1. Neutron-Verzögerungen: Die Entwicklung komplexer Raketentechnologie ist risikobehaftet. Am 21. Januar 2026 gab Rocket Lab bekannt, dass bei einem hydrostatischen Drucktest der Stage-1-Tank geplatzt ist. Solche Testfehlschläge sind in der Qualifizierungsphase nicht ungewöhnlich – das Unternehmen testet Strukturen bewusst bis an ihre Grenzen. Der nächste Tank ist bereits in Produktion, und ein Update zum Zeitplan wird beim Q4-Earnings-Call im Februar erwartet. Dennoch zeigt der Vorfall das inhärente Entwicklungsrisiko: Weitere Verzögerungen könnten das Anlegervertrauen belasten und den geplanten Erststart Mitte 2026 gefährden.


  2. Bewertungsrisiko: Bei ~45x NTM EV/Revenue ist bereits erhebliches Wachstum eingepreist. Eine Multiple-Kompression bei nachlassender Space-Euphorie würde zu deutlichen Kursverlusten führen.


  3. Regulatorische Risiken und Budgetkürzungen: Änderungen bei Regierungsausgaben oder Exportregelungen könnten das Geschäft beeinträchtigen.


  4. Startfehlschläge: Trotz der guten Erfolgsbilanz kann ein schwerwiegender Startfehlschlag Reputation und Aktienkurs erheblich belasten.


  5. Lieferketten- und Rohstoffrisiken: Die komplexe globale Lieferkette und Abhängigkeit von spezialisierten Materialien birgt operationelle Risiken.



Fazit


Auch wenn meine These stark auf dem erwarteten SpaceX-IPO-Hype basiert, bleibt Rocket Lab ein spannendes Investment im Space-getriebenen 2026. Als einziger börsennotierter Pure-Play im orbital launch-Markt bietet das Unternehmen institutionellen und privaten Anlegern die Möglichkeit, am Wachstum der Space Economy zu partizipieren.


Die Kombination aus bewährter Technologie, wachsendem Space Systems-Segment und der Neutron-Option schafft eine interessante Risk-Reward-Konstellation. Das 18-Monats-Kursziel von $85,11 bietet 17,7% Upside-Potenzial – wobei der Großteil der Kursbewegung im Vorfeld des SpaceX-IPO erwartet wird.


Wenn ihr Feedback oder Vorschläge habt, was ich mir ansehen sollte, schickt mir eine Nachricht an info@theanalyst.de oder @theanalystde auf X.


Hinweis auf Interessenskonflikte

Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rocket Lab.


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